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Ihr Bergbaumuseum Bexbach


260 Jahre Saarbergbau und 20 Jahre Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach

 Von Delf Slotta,

Regierungs-Direktor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und Direktor des Instituts für Landeskunde im Saarland

Festrede aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Saarländischen Bergbaumuseums Bexbach e.V. am Donnerstag, den 05. September 2013, 18.00 Uhr, im Bergbaumuseum Bexbach

 Meine sehr geehrten Damen und Herren,

unser Wirtschaftsminister Heiko Maas hat es in seiner Ansprache schon angesprochen: Der Bergbau ist unbestreitbar das, was sich als die Wurzel der saarländischen Gesamtkultur bezeichnen lässt. Der Duden definiert Kultur als „die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen einer Gemeinschaft“. Diese bergmännisch geprägte Kultur hat im Saarland eine lange Tradition.

Je nachdem, was wir als zeitliche historische Marke ansetzen, können wir die Dauer der bergbaulichen Tätigkeit im Land an der Saar unterschiedlich fassen:

·         Um die 2000 Jahre, wenn wir den antiken Bergbau auf Steinkohlen in unserer Region unserer Betrachtung zugrunde legen.

·      Um die 600 Jahre, wenn wir die ersten urkundlichen Erwähnungen der Gewinnung von Steinkohlen als Bezug wählen (1429, Schöffenweistum zu Neumünster).

·    Und 260 Jahre, wenn wir uns auf die Einziehung und allgemeine Reservation der saar-ländischen Steinkohlengruben und -abbaufelder in den Jahren 1751 bzw. 1754 unter dem Fürsten Wilhelm-Heinrich zu Nassau-Saarbrücken beziehen, wobei dieses zeitliche Moment ja immer auch als der Beginn der systematischen Steinkohlengewinnung an der Saar in der Form eines „Kunstgerechten Bergbaus“ bezeichnet wird.

Die Geschichte und die Entwicklung des Saarbergbaus waren auf der einen Seite stets geprägt von technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Kräften und von solchen abhängig. Im Saarrevier traten besondere politische Veränderungen hinzu, ich nenne das Stichwort Grenze. Auf der anderen Seite sind es immer Menschen gewesen, die die Geschicke der Kohlewirtschaft und der bergmännischen Gesellschaft in die eine oder in die andere Richtung gelenkt bzw. diesen Industriezweig auf verschiedenste Art und Weise beeinflusst haben: einige beispielsweise in künstlerisch-kultureller, andere wiederum in politischer, organisatorisch-struktureller oder gesellschaftlicher Hinsicht.

Doch Hand aufs Herz, und da bitte ich Sie, sich selbst zu prüfen: Wer kennt heute noch die wichtigen Akteure, die dem Saarbergbau sein besonderes Gepräge verliehen haben? Wer waren beispielsweise die Namensgeber der großen saarländischen Steinkohlenbetriebe? Wer weiß noch, dass Friedrich-Wilhelm Graf von Reden (1752-1815) preußischer Staatsminister, Heinrich von Dechen (1800-1889) im Rang eines Oberberghauptmannes Direktor des Oberbergamtes in Bonn und Graf Heinrich August von Itzenplitz (1799-1883) preußischer Handelsminister und oberster Leiter des Berg-, Hütten- und Salinenwesens des preußischen Staates gewesen ist? Und wer kann heute noch mit dem Namen von Jean-Baptiste Guillot-Duhamel (1767 – 1847), der als der prominenteste Repräsentant der napoleoni-schen bergbaulichen Aktivitäten an der Saar im Zeitraum zwischen 1793 und 1815 gilt, und von Leopold Sello, der die Geschicke des Saarbergbaus im Sinne Preußens gestaltet hat, etwas anfangen?

Meine Damen, meine Herren,

wir müssen attestieren und festhalten – und das ist nicht als Vorwurf zu verstehen: Vieles an Wissen, was die bergbauliche Vergangenheit unseres Landes angeht, ist bei den Menschen in Vergessenheit geraten und mittlerweile nicht mehr Allgemeingut! Dies bezieht sich nicht nur auf solche Sachverhalte, die sich auf die allgemeine, „große“ Geschichte beziehen. Auch viel „Alltägliches“ ist mittlerweile den Menschen abhanden gekommen. Der Sinngehalt bekannter bergbaulicher Begriffe ist heutzutage häufig unbekannt. Beispielsweise wird der Bergmannsgruß „Glückauf“ zumeist fehl gedeutet. Er meint, „das Glück möge den Berg auftun“, damit der Bergmann reiche Lagerstätten findet. Das ehemals weit verbreitete bergmännische Liedgut ist nahezu „untergegangen“, alle Strophen des berühmten „Steigerliedes“ können nur noch die wenigsten mitsingen.

Trotz alledem: der Bezug der Menschen zum Bergbau ist im Saarland, wenn auch nicht immer offenkundig, noch immer vorhanden. Es waren schließlich Generationen von Bergleuten, die in den Gruben über Jahrhunderte hinweg unter schwersten Bedingungen gearbeitet haben, in den Glanzeiten arbeiteten in den 1920er Jahren über 70.000 Menschen auf den Saargruben. Der Bergbau war „die“ Schlüsselindustrie und „der“ Leitsektor der gesamten Region. Entsprechend war der Bergbau im gesamten Land wahrnehm- und spürbar. Darstellungen mit bergbaulicher Symbolik fanden sich nicht nur in den Zentren des Steinkohlenbergbaus, also dem Saarkohlenwald, im Ensdorf-Schwalbacher Raum oder im Warndt. Schlägel und Eisen, die Symbole des Bergbaus, grüßten auch in solchen Orten, die weit außerhalb der eigentlichen Kohleabbaugebiete lagen, von Häuserwänden herab. In den Siedlungsbildern huldigen unzählige Straßennamen dem Bergbau. An den Hauptzufahrtsstraßen sind Transportwagen und Seilscheiben aufgestellt. Und selbst in vielen Gemeindewappen hat bergbauliches Motivgut Aufnahme gefunden. Verschiedene Arten von bergmännischem Geleucht, bergmännisches Gezähe, Bergkameraden oder Energieblitze zieren beispielsweise die Wappen der Gemeinden Spiesen-Elversberg, Schiffweiler, Quierschied und Heusweiler sowie der Städte St. Ingbert, Neunkirchen, Völklingen, Friedrichsthal, Sulzbach, Saarbrücken und Bexbach. Auf Briefmarken sind Fördertürme und Fördergerüste, untertägige Arbeitsvorgänge wie Arbeiten mit dem Pickhammer oder aber Grubenpferde im Einsatz, abgebildet. Die französische Grubenverwaltung der Mines Domaniales Françaises de la Sarre hat in der Völkerbundszeit sogar eigene, im Übrigen kunstvolle Geldscheine mit herrlichen bergbaulichen Darstellungen drucken lassen. Einige Apotheken führen die Schutzheilige der Bergleute, die Heilige Barbara, im Namen.

Aus all dem lässt sich ableiten, dass der Bergbau in quasi alle Bereiche des menschlichen (Zusammen-)Lebens eingewirkt hat. Selbst in die Sprache hat der Bergbau Eingang gefunden. Das geflügelte Wort von der „Bergmannskuh“, womit ein wenig scherzhaft die früher allseits präsente Hausziege der Bergmannsfamilien bezeichnet wurde, können heute noch viele zuordnen. Es war vor allem das 1877-1880 von den Architekten Heino Schmieden und Martin Gropius konzipierte Verwaltungsgebäude der Königlich Preußischen Bergwerksdirektion in Saarbrücken, dass es vermochte, diesen allumfassenden Anspruch des Staatsbergbaus an der Saar zu vermitteln. Nicht ohne Grund galt der repräsentative Großbau als „die“ Zwingburg des Deutschen Bergbaus.

Meine Damen und Herren,

das, was ich soeben als einzelne geschichtliche Aspekte bzw. Sachverhalte zum Saarbergbau heraus-gegriffen und dargestellt habe, erscheint heute weit weg zu sein. Dabei haben wir erst am 30. Juni 2012 auf Duhamel in Ensdorf Abschied vom Bergbau an der Saar genommen, also vor erst etwas mehr als einem Jahr. Doch die Welt hat sich  - auch an der Saar -  weitergedreht.

Es gibt neue Themen, die die Saarländerinnen und Saarländer jetzt interessieren. Es sind aber auch Aufgaben in Richtung der Sicherung unseres bergbaulichen Erbes formuliert worden. Minister Maas hat diesbezüglich den Begriff der „Bergmännischen Erinnerungskultur“ verwendet und Projekte bezeichnet, die hier einen Beitrag zu dieser Zukunftsaufgabe leisten sollen.

Fünf Beispiele:

·         Der Umgang mit Bergbauflächen,

·         Das Denkmal-Gutachten,

·         Die Ausstellung „Das Erbe“,

·        Die Förderung und Weiterentwicklung unserer Traditionen und unserer Traditions-

    pflege (zwei unterschiedliche Dinge), u. a. durch die Stärkung des Ehrenamtes

    (Klaus Hiery) und

·       Die ehrgeizige Aufgabe der Schaffung einer „Saarländischen Bergbaustraße“, die die prominenten und aussagekräftigen Orte des Saarbergbaus als Themenroute bündelt.

Verehrte Anwesende,

zur Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben brauchen wir diverse Hilfen. Wir brauchen in erster Linie Menschen, die diese Projekte mit Leben füllen. Und wir brauchen natürlich auch Einrichtungen, die uns mit Sachzeugnissen zum Thema „beliefern“. Und jetzt sind wir bei unseren Museen und auch beim Saarländischen Bergbaumuseum Bexbach, das heute im Mittelpunkt steht.

Lassen Sie mich zunächst grundsätzlich werden, warum das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach wichtig und wertvoll ist - für das Saarland und darüber hinaus. Besucherbergwerke und Bergbaumuseen (und Bexbach ist beides) sind besondere Orte. Wir dürfen sie nicht als Orte reiner Präsentation technischer Objekte oder Sachverhalte verstehen. Besucherbergwerke und Bergbaumuseen sind vielmehr Begegnungsstätten zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Hier wird „Geschichte“ und hier werden „Geschichten“ erzählt. Besucherbergwerke und Bergbaumuseen sind Foren für Menschen, die an der Entwicklung technischer, technologischer, gesellschaftlicher und ökologischer Sachverhalte interessiert sind. Und Besucherbergwerke und Bergbaumuseen sind Orte, wo es gelingen kann, neue, bislang nicht am Thema interessierte Zielgruppen zu erreichen. Dabei ist es unabdingbar, dass in den Besucherinnen und Besuchern ein Bewusstsein dafür geweckt wird, dass Technik ebenso zur Kultur der Menschheit gehört wie die Kunst und die Wissenschaft, und dass die Technik einen Anspruch darauf hat, dass auch ihre Denkmale und Zeugnisse in exemplarischen Beispielen erhalten und zudem verständlich und nachvollziehbar erläutert werden. Dies den Bürgerinnen und Bürgern eines Landes sowie den Gästen einer Region zu verdeutlichen, ist eine Aufgabe, die viel Zeit und Anstrengung verlangt, oft auch entmutigend ist. Dennoch lohnt sie sich und sie ist unverzichtbar, da im entgegen gesetzten Falle eine unersetzliche und auch unerträgliche Verarmung unserer Lebensumfelder und unserer Kultur die Folge wäre.

Bergbaumuseen und Besucherbergwerke verdienen folglich und sie brauchen eine Zukunft. Die im Saarland bislang vorhandenen Einrichtungen, die sich der Themen „Bergbau auf Steinkohlen“ bzw. „Bergbau auf Erz“ annehmen, erheben dabei den Anspruch, bergbauliche Sachverhalte und Zusam-menhänge auf unterschiedliche Arten und Weisen aufzuarbeiten und darzustellen. Diese Einrichtungen sind

·         das Kupfererzbergwerk Emilianus-Stollen in Wallerfangen-St. Barbara,

·         das Kupfererzbergwerk in Düppenweiler,

·         das Besucherbergwerk Rischbachstollen in St. Ingbert,

·         das Erlebnisbergwerk Velsen,

·    und  - als älteste und unbestreitbar bekannteste Einrichtung -  das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach.

Diese Einrichtungen haben sich in Teilen zu wichtigen Eckpfeilern in der Museumslandschaft und auch der Tourismuswirtschaft des Saarlandes entwickelt. Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Land, dessen Geschichte und Zukunft zu fördern. Und gleichzeitig helfen sie, das Bild und die Identität der Region nach innen und nach außen hin zu profilieren.

Meine Damen und Herren, ich komme nun zum Saarländische Bergbaumuseum Bexbach

Ich denke, dass wir uns da einig sind: Die Stadt Bexbach ist heute ohne das Saarländische Berg-baumuseum kaum vorstellbar. Sowohl der von 1931 bis 1933 zwischen Mittel- und Niederbexbach erbaute sog. Hindenburgturm als auch das seit dem Jahr 1934 im Turm untergebrachte frühere „Grubenmuseum“ mit dem Bexbacher Blumengarten haben sich zu wichtigen Attraktionen der Stadt entwickelt, die alljährlich von vielen Tausenden Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern besucht werden.

Unser Bexbacher Museum kann auf eine lange und wechselvolle Vergangenheit zurückblicken. Schon vor der Fertigstellung des Turmbaues war beschlossen worden, in den hohen Räumen unterhalb des Wasserbehälters - der Turm war ja als ein Wasserturm konzipiert - ein Gruben- und Heimatmuseum einzurichten. Am 5. Mai 1934 wurde dieses „Museum der Arbeit“ eröffnet. In den Turmetagen waren eine technische und eine heimatkundliche Abteilung, und unter dem Turm war eine Schaubergwerksanlage entstanden. Dieses Museum entwickelte sich in den Folgejahren zu einer von der interessierten Öffentlichen stark frequentierten und anerkannten Einrichtung. 1942 wurden der Turm und das Museum geschlossen, und erst am 17. Mai 1952 konnte die Wiedereröffnung des Grubenmuseums feierlich begangen werden. Diese Wiedereröffnung fand in Zusammenhang mit der Ausstellung „Garten und Blumen im sozialen Wohnungsbau“ statt, bei der das Umfeld des Turmes in eine attraktive Garten- und Parkanlage umgewandelt worden war. Entstanden war nunmehr ein auch unter touristischen Gesichtspunkten überzeugendes Ensemble bestehend aus Turm, Museum und Garten. In den Jahren 1957 und 1958 wurde die Bergwerks-Schauanlage erheblich erweitert, so dass die Besucher des Museums jetzt den untertägigen Bereich durch ein Stollenmundloch direkt in den Blumengarten verlassen konnten. 1964 erkannte die Landesregierung die Bedeutung der Einrichtung an und ließ das Erdgeschoss um einen rechteckigen Anbau, in dem ein Heimatmuseum eingerichtet wurde, erweitern. 1978 veränderte der Turm sein Aussehen durch eine transparente Überbauung der obersten Plattform. Die Jahre 1983 bis 1985 waren von Sanierungen geprägt. An der Turm-Nordseite wurde ein Aufzug angebaut, alle Fassaden wurden mit beige-gelber Keramik verblendet. Und 1993 wurde schließlich die auffällige, verzinkte Feuertreppe, die sich vom Erdgeschoß bis zur 7.Etage hinauf windet, angebracht.

Ich komme zum Jahr 1993: Es war am 2. Juni, als ein eigens gegründeter Verein, der Verein „Saarländisches Bergbaumuseum Bexbach e.V.“, die Trägerschaft des Museums übernahm. Daraufhin erarbeiteten ein Vorstand und ein Fachbeirat ein detailliertes, neuartiges Raumnutzungskonzept für die Dauerausstellungsbereiche im Turm und im Schaubergwerk sowie die Gestaltung der Museumseinrichtung. Für die Durchführung von Sonderausstellungen wurde eine Turmetage freigehalten.

Der neue Trägerverein erhob von Anfang an den Anspruch, mit seiner Sammlungstätigkeit und seinem Museumsbetrieb nicht nur die Erinnerung an den Leitsektor Bergbau und seine schöpferische Kraft wach halten zu wollen, sondern auch die aktuelle Bedeutung des Bergbaus für alle hier lebenden Menschen darzustellen. Im Einzelnen sollten die bergbauliche Technik, das bergmännische Siedlungs- und Sozialwesen und die vielfältigen Aspekte des bergbaulich bedingten Landschaftswandels den Gästen der Region und der „vor Ort“ lebenden Bevölkerung näher gebracht und nachvollziehbar gemacht werden – dieses war die Hauptintention der neuen Macher des Bexbacher Museums. Heute ist Bexbach die einzige museale Einrichtung im Saarland, die den „Wirtschaftsbereich Bergbau“ mit seinen vielfältigen Wirkungen in Gänze abbildet und die industriellen Wurzeln der Region in Gänze dokumentiert In nunmehr zwei Jahrzehnten ist es dem im Übrigen ehrenamtlich geführten Trägerverein gelungen, in Zusammenarbeit mit der Stadt Bexbach, dem Saarpfalz-Kreis, dem Saarland und mit Unterstützung durch weitere öffentliche und private Institutionen Strukturen - ich möchte hier ausdrücklich „Saartoto“ benennen - zu entwickeln, die eine kontinuierliche wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Museums möglich erscheinen lassen. Unter anderem wurde ein hauptamtlicher Museumsleiter eingestellt, dem die Umsetzung und die Koordination der Arbeiten im Museum obliegen. Erlauben Sie mir, an dieser Stelle zudem zwei Personen zu danken. Ich möchte dem Vorsitzenden Eckerhardt Keller und dem Geschäftsführer Bernhard Maas danken, die dieses, Ihr Geschäft seit dem Moment der Gründung des Vereins an vorderster Front ausüben. Es gibt auch viele andere, die sich um unser Museum verdient gemacht haben. Aber diese beiden Herren ragen, was das Engagement angeht, meiner Ansicht nach seit Gründung des Vereins aus unserem Vorstands- und Fachbeiratsteam heraus. Eckehardt, Bernhard, danke dafür!

Ich fahre fort: In den Jahren seit Bestehen des neuen Vereins wurden die einzelnen Etagen, ausgehend von der Situation des Jahres 1993  - damals waren nur Erdgeschoß, 1. Etage und die Untertageanlage museal genutzt -,  durch verschiedene Sammlungen mit den entsprechenden Exponaten neu gestaltet bzw. die bestehenden Sammlungen ergänzt und den veränderten Ansprüchen und Notwendigkeiten angepasst. Dadurch präsentiert sich das Saarländische Bergbaumuseum heute so, dass alle wesentlichen Aspekte des Saarbergbaus behandelt werden - ein Alleinstellungsmerkmal des Bexbacher Hauses unter den genannten fünf saarländischen bergbaulichen Einrichtungen.

Vor allem auf die Sammeltätigkeit in Bexbach und auf den Bestand an Exponaten möchte ich noch zu sprechen kommen. Ohne diesen wäre es nur schwer möglich gewesen, die Ausstellungen „Kohle“ (2008) und jetzt „Das Erbe“ in Reden zu stemmen. Schauen Sie einmal auf die Schildchen in den Vitrinen in der Redener Kaue, die die Leihgeber der „Erbe-Ausstellung“ benennen. Häufig ist hierauf der Name des Bexbacher Museums zu lesen. Generell: Die Mitglieder und Verantwortlichen des Saarländischen Bergbaumuseums Bexbach haben sich, was Ihre Verantwortung gegenüber solchen übergeordneten Aufgaben und Projekten angeht (Landesausstellungen etc.) den öffentlichen Aufrufen nie entzogen - im Gegenteil! Die Vorstände des Saarländischen Bergbaumuseums Bexbach haben sich solchen Aktivitäten gegenüber stets aufgeschlossen und konstruktiv, was Mitarbeiten und Unterstützungen angeht, gezeigt und verhalten. Das möchte ich herausstellen, das gilt es zu würdigen.

Aus diesem Grund ist das, was Minister Maas, Landrat Lindemann und Bürgermeister Leis ausgesprochen haben, auch so wichtig: Das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach und diejenigen, die dieses Museum „ziehen“, als finanzielle Förderer oder als Mitglieder, die die Schippe in die Hand nehmen oder neue Projekte erdenken und deren Umsetzung konzipieren - Sie brauchen hin und wieder Lob. Dieses wurde den Bexbacher Verantwortlichen verdientermaßen zu Teil. Es wurden  - an der Spitze von Herrn Minister Maas -  zudem Anreize ausgesprochen, um frisch motiviert weiterzumachen und ein Ziel, das es lohnt, zu erreichen. Die Ankündigung, dass das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach Etappenort der Saarländischen Bergbaustraße sein soll, ist  - denke ich -  eine solch gute Nachricht, die neue Kräfte freisetzen sollte. In diesem Sinne hat das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach nicht nur die Aufgabe, seine lange und große Geschichte zu erzählen und auf diese stolz zu sein. Das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach ist aufgefordert, sich in den kommenden Jahren zu einem unverzichtbaren Ort bergbaulicher Erinnerungskultur innerhalb der Saarländischen Bergbaustraße zu entwickeln. Dazu wünsche auch ich allen, die sich dieser Aufgabe verpflichtet fühlen, Kraft, Willen und Kreativität.

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und sage Ihnen ein herzliches saarländisches Glückauf!


 


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